Montag, 31. Mai 2010

Eye of the Tiger - Anusara-Yoga-Highlight


Ein neuer Veranstaltungstipp für alle Yogis in Berlin: Morgen und am Mittwoch gibt die bekannte Anusara-Lehrerin Desiree Rumbaugh einige Workshops im Yoga Raum Berlin. Besonders spannend für Fortgeschrittene: am Mittwoch von 12 bis 15 Uhr "The Eye of the Tiger" (Handstand an der Wand und Urdhva Dhanurasana mit gestreckten Armen müssen beherrscht werden; 35€) - drei Stunden Intensivtraining für alle, die es wissen wollen. Desiree gehört mit zu den ersten zertifizierten Anusara-Yoga-Lehrern und hat bereits rund um den Erdball unterrichtet.

"Desirée is a true treasure of a yoga instructor. The combination of an exceptionally beautiful yoga practice, highly creative instructions, and vibrantly charismatic personality make Desiree one of the top yoga instructors in the U.S." John Friend - Begründer von Anusara Yoga

PS: Ich habe ein Interview mit ihr geführt: About big changes in the Yoga World...

Mittwoch, 26. Mai 2010

All Saints Sale und Subject60 Tour

Das Wochenende fängt ja immer früher an... Morgen veranstaltet VOLVO eine Riesenparty im STATION-Berlin: Mittelpunkt der Veranstaltungen ist der neue Volvo S60. Die Subject60-Parties werden gehostet von der international gefeierten Sängerin und Stilikone Lykke Li sowie dem Streetstyle-Fotograf und Blogger Facehunter alias Yvan Rodic.



Außerdem aktuell: SALE bei AllSaints!

Donnerstag, 20. Mai 2010

Endlich:
Herrliche Parodie auf Fashion-Blogs



Original: Miss Pandora

Original: Éléonore Bridge - Le blog de la méchante

Alle Bilder: http://p-et-p.blogspot.com/


Le Petit Écho Malade nimmt auf
herrlich charmante Art Fashion-Blogs auf die Schippe und stellt dabei intelligent die Codes in Frage, die die Stilistik und Ästhetik eben dieser Blogs ausmachen - "
im gleichen Geiste der DIY Poesie". Und das gelingt erstaunlich gut und professionell, sodass sogar die Parodierten wie Garance Doré applaudieren. Es geht dabei nur um den Spaß an der Freude: "Il s'agit avant tout de rire." Und den haben die beiden Macher des Blogs, Vincent Pianina und Lorenzo Papace, sicherlich bei den Shootings gehabt.

Parodie auf Garance Doré: Original vs. Fälschung:



A Monster Invasion from Lorenzo Papace on Vimeo.




Mittwoch, 12. Mai 2010

Vegetarische Rezepte: Bunter Gemüseauflauf



Sieht kompliziert aus, ist es aber nicht: Bunter Gemüseauflauf mit Tomatensoße.

1. Buntes Gemüse putzen und kurz blanchieren, kochen oder anbraten (in meinem Fall gekochte Kartoffeln und ein paar vegetarische Tortellini, blanchierter Blumenkohl und Brokoli, angebratene Zucchini, roher Spinat, gebe Paprika und Tomaten).

2. Mit Salz, Pfeffer und etwas Thymian würzen.

3. Soße kochen aus Tomatenmark, etwas Olivenöl, Salz, Pfeffer, Frischkäse oder Crème fraîche.

5. Mit geriebenem, vegetarischem Käse bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 150 Grad ca. 15 Minuten überbacken.

Dazu ein Glas trockener Rioja. Guten Appetit!!!

(Tipp: Veganer ersetzen Käse und Crème fraîche durch Tofu und Sojasahne).

Etsy Fundstück

Bild: UNEARTHED

Dieser wunderschöne Armreif ist seit einigen Tagen mein. Wunderschön verarbeitet. Tolle Farbe...

Braut im Regen Oder:
Das nachhaltigste Brautkleid

Bild: SHEFFIELD HALLAM UNIVERSITY

Nachhaltigkeit ist ja ein beliebtes Schlagwort. Doch selten fällt es im Zusammenhang mit einem Brautkleid. Wer will schon in Nesselstoffen oder Biobaumwolle heiraten? Doch das gute Stück findet sich nach dem großen Tag nicht selten auf ebay wieder oder hängt - wie mein Exemplar - jahrelang im Kleiderschrank, um es irgendwann einmal wieder anzuprobieren und gefrustet wieder zurückzuhängen. Ja, die Schokolade schmeckt halt so gut...

Studenten der britischen Sheffield Hallam University haben sich nun Gedanken gemacht, wie das Kleid aller Kleider wiederzuverwerten ist. Sie haben das Melting Wedding Dress erfunden: Biologisch abbaubares
Polyvinylalkohol wird mitverwebt und löst sich bei Kontakt mit einer Flüssigkeit auf. Bei jeder Waschung lösen sich andere Nähte auf und das Kleid sieht wieder ein bisschen anders aus - bis zu fünfmal.

Das sich leider hauptsächlich Studenten der
Ingenieurwissenschaften und nicht des Modedesigns an dem Entwurf zu schaffen gemacht haben, sieht man leider. Aber eine lustige Idee: Man stelle sich an seinem großen Tag einen Regenguss, ein paar Tränen oder ein vom betrunkenen Onkel verschüttetes Glas Wasser vor und was für einen Effekt das haben könnte!!!

Dienstag, 11. Mai 2010

Vegetarische Rezepte: Sauerkrautstrudel

Der Sauerkrautstrudel war der Hit: herrlich frisch (besonders lecker mit einem Glas Cidre für heiße Sommertage), von knusprig (Kruste) bis cremig (schmelziger Feta), von sauer (-Kraut) über salzig (Käse), süß (Paprika) bis Röstaromen (Kruste). Auch meinem Mann hat's geschmeckt. Hier das Rezept:

Teig
250 g feines Mehl
1/2 TL reines Meersalz
4 EL Olivenöl
115 ml warmes Wasser

Füllung

2 Zwiebeln
3 Knoblauchzehen
2 Paprikaschoten
etwas Olivenöl
150 g Feta
600 g Sauerkraut
Salz, Pfeffer, Kümmel
50 g Butter

Zubereitung
1. Mehl und Salz mischen und auf ein Backblech schütten, in die Mitte eine Mulde drücken. Öl und Wasser in die Mulde vorsichtig dazugeben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Das Ganze eine Stunde an einem warmen Ort ruhen lassen.

2. Geputzte Zwiebeln, Knoblauch und Paprika würfeln und in etwas Öl anrösten.

3. Backofen auf 180 Grad vorheizen.

4. Den Teig auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen (möglichst rechteckig, die schmale Seite sollte nicht breiter sein als das Backblech). Den Teig mit etwas geschmolzener Butter einpinseln. Gemüse und kleingewürfelten Feta darauf verteilen.


5. Von der schmalen Seite her aufrollen; auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und mit der restlichen geschmolzenen Butter bepinseln.


6. Strudel im vorgeheizten Backofen ca. 45 Minuten backen, bis er schön braun ist. Mit Salat anrichten. Dazu basst ein Glas trockener Riesling oder Cidre.

Guten Appetit! Beim nächsten Mal: Gemüseauflauf.

Montag, 10. Mai 2010

Das Kleid der Kleider



Durfte ich das Kleid vorletztes Jahr schon auf dem Laufsteg bewundern, so habe ich mich jetzt restlos verliebt:

Black Coffee Concept Dress from Black Coffee on Vimeo.

Schön, dass die Südafrikanischen Designer gerade dabei sind, einen internationalen Online-Store aufzubauen... Wie wäre es denn noch mit dem passenden Mantel, der Everyonecanbeadesigner-Serie? Der Twist Coat:

© Alle Bilder: Black Coffee 2007/2008

Ich werde Vegetarier

„Zu einem richtigen Essen gehört Fleisch.“ Damit bin ich aufgewachsen. Mein Papa konnte wunderbare Schmorbraten zubereiten, und wir alle liebten die Grillabende im Garten – gern auch mal im Schnee. In Tschechien schwärmten wir von Lendenbraten, in Italien von Kaninchen, in Kreta von Zicklein – auf dem Teller. Ich habe schon viele Tiere in meinen 30 Lebensjahren verspeist. Und selten darüber nachgedacht. Klar, hatte ich wie viele Mädchen in der Wendy der 90er Jahre über schreckliche Tiertransporte gelesen. Und als ich neun Jahre alt war und ein Gartennachbar Kaninchennachwuchs hatte, kam ein paar Tage später „Hühnchen“ bei uns auf den Tisch. Sah irgendwie komisch aus... Jahre später haben mir meine Eltern gebeichtet, dass es eins der süßen Karnickel war. Ich bin heute noch sauer! Und wurde nachdenklich... Doch als ich mit 12 Jahren meinen Eltern eröffnete, ich würde kein Fleisch mehr essen, waren sie geschockt. Das Kind beginnt zu rebellieren! Hätte ich das Rauchen angefangen, wäre es wohl weniger schlimm gewesen. Also hielt meine vegetarische Frühphase gerademal drei Wochen.

Die letzten Jahre landete bei uns dann nur noch Bio-Fleisch in der Pfanne. Fürs gute Gewissen. Doch Fleisch bleibt Fleisch, bleibt totes Tier. Und bleibt die Frage: „Wenn ich dem Kalb einen Namen gegeben hätte, es gestreichelt hätte und es mir hinterhergelaufen wäre, könnte ich es essen, geschweige denn schlachten?“ Und die Fragezeichen häuften sich.

In den Gesprächen mit Sharon Gannon, David Life und Dechen Thurman lernte ich unterschiedliche „Härtegrade“ von Vegetarismus und Veganismus kennen – und zum Teil verstehen. In meiner derzeitigen Lektüre „Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“ fasziniert mich das Kapitel über ethischen Vegetarismus: „Jenseits von Wurst und Käse – Dürfen wir Tiere essen?“. Richard David Precht beschreibt eingangs ein Horroszenario, in dem Außerirdische auf der Erde landen und die Menschen einsperren, quälen und essen. Trotz des wahrgenommenen Leides lautet das Argument: „Wir sind intelligenter als ihr, euer Leben ist darum weniger wert, also dürfen wir euch essen.“ Außerdem führt Precht Argumente des Philosophen und überzeugten Vegetariers Peter Singer auf: Im Gegensatz zu einigen Urvölkern und ärmeren Ländern haben wir die Wahl. Es gibt genug Auswahl, sich gesund zu ernähren – ohne Fleisch. Er fragte sich, ob intelligentes Leben grundsätzlich mehr Wert ist als weniger intelligentes – und fragte provokant, ob ein Säugling, der weniger Verstand habe als ein Erwachsener – sogar als ein Schäferhund –, weniger als Lebewesen zu repektieren sei.

Singer schlussfolgerte, dass das wichtigste Kriterium für das Lebensrecht nicht Intelligenz, Vernunft oder Verstand sei. Ist es das Schmerzempfinden? Bei diesem Argument landet man irgendwann bei der Frage, ob Pflanzen Schmerz empfinden können – es hilft also nicht viel weiter. Ist es Empathie? Ich kann mich nicht in meine Hündin hineinversetzen (genausowenig wie ich es manchmal bei meinem Mann schaffe), aber dennoch sehe ich, dass sie leidet, wenn ich sie mal für ein paar Stunden allein lassen muss, und dass sie sich freut, wenn ich einen Ball aus der Tasche hole. Ich habe in der Uni oft mit Freunden im Philo-Café gesessen, auch wenn ich nicht Philosophie studiert habe, und hitzige Diskussionen geführt mit Studenten, die meinten – ganz nach Pawlow und noch schlimmer Skinner – Tiere würden nur aufgrund von Reizen und Reflexen funktionieren und hätten keine Seele. Blödinn! Ganz davon abgesehen, dass ich nicht mal davon überzeugt bin, dass es so etwas wie eine Seele überhaupt gibt... stellte mein Mann daraufhin eine schöne, klassische logische Schlussfolgerung: „Können wir uns darauf einigen, dass der Traum das Seelenleben während des Schlafes ist? Wenn ich meinem Hund beim Schlafen zusehe, bin ich überzeugt, dass er träumen kann. Also hat mein Hund eine Seele.“ Wer will bei diesem Blick widersprechen:


Precht gibt mir recht, wenn er auf Analogieschlüsse in der modernen Hirnforschung hinweist, die Reaktionsweisen und Strukturen von Wirbeltiergehirnen vergleicht. Schnell landet man daraufhin beim Argument des Ich-Bewusstseins. Einigen hochentwickelten Primaten wurde dieses Ich-Bewusstsein nachgewiesen: Ihnen wurde ein Fleck auf die Stirn gemalt, sie wurden vor einen Spiegel gesetzt, sie erkannten ihr Abbild und wischten sich den Fleck von der Stirn. Doch so einfach ist der Nachweis bei Hunden, Katzen und Co nicht. Einige Wissenschaftler behaupten nun, dass diese Tiere kein Ich-Bewusstsein hätten. Doch da gibt es eine kleine Beschränkung unserer menschlichen Wahrnehmung, die unserer Erkenntnisfähigkeit Schranken setzt – wir erkennen unsere Welt und unser Ich hauptsächlich über den Sehsinn: Wir erkennen unser Gegenüber am Gesicht, der Erscheinung, der Mimik (Patienten mit Prosopagnosie haben z.B. Probleme, ihr Gegenüber zu erkennen, und oft ist Autismus eine damit einhergehende Krankheit). Hunde erkennen sich meist am Geruch – sie lesen „Zeitung“, wenn sie an der nächsten Ampel schnüffeln, sie erkennen am Duft das Geschlecht, den Gesundheitszustand und das Wesen ihres Gegenübers. Sie kontrollieren ihre eigenen Duftmarken, ihr „Abbild“. Doch wie sollte ein Versuch einer Manipulation hier aussehen, aus dem man schließen könnte, dass der Hund von seinem Abbild auf ein Ich-Bewusstein schließen kann? Und was ist dieses Ich überhaupt? Precht unterscheidet hier u.a. nach Körper-Ich (ja, das hat mein Hund, sie empfindet Schmerzen), Verortungs-Ich (ja, sie weiß, wo sie sich befindet und rennt nicht gegen Wände) und das Perspektivische-Ich („Ich bin der Mittelpunkt meiner Welt“ – na klar sieht mein Hund das so). Also zumindest ein elementares Ich-Bewusstsein ist vielen Wirbeltieren zuzugestehen.

Kommt man zu der Frage mit dem liebgewordenen Kälbchen: Darf man Tiere essen, die man nicht eigenhändig töten könnte. Sarah Wiener verneinte dies und brachte in „Die Küchenkinder“ ein paar verstörte Kinder dazu, beim Schlachten eines Kaninchens zuzusehen. Fast alle Mädchen wollten die Tiere nicht zubereiten, viele Kinder haben trotz Bedenken hinterher probiert. Doch Fleisch bleibt totes Tier, auch wenn die Ähnlichkeit zu Bugs Bunny nicht mehr so groß ist. Einen Fisch zu töten bringt man dagegen schon eher zustande.

Ob man Tiere nun essen darf, soll oder kann, bleibt genau wie Precht schlussfolgert, jedem selbst überlassen. Ich bin die letzte, die sich nun mit gesenktem Haupt und aus Reue geläutert in zeternde Vegetarierforen schleichen wird und lauthals „Tiermörder“ brüllen wird. Trotzdem bin ich hängengeblieben: Wir haben die Wahl. Kann ich das Tier selbst töten? Was bleibt ist ein ungutes Gefühl beim Anblick meines Schnitzels. Meine Erfahrungen und Gefühle beim Yoga zeigen, dass es mir nach einer Yogastunde, in der ich mir so viel Mühe gegeben habe, mein Karma zu reinigen, schwer fällt, Fleisch zu essen. Ausschlaggebend ist also ein reines Gefühl, weniger ein philosophisches Argument. Ich habe also die Wahl getroffen, nach 30 Jahren Wurst, Schinken und Steaks, kein Fleisch mehr zu essen. Bio-Fisch (ja, ich war schon mehrmals angeln), Bio-Milch (auch wenn Kälberersatzmilch nicht so wirklich artgerecht ist, m u s s dafür kein Tier sterben), vegetarischer Käse (ja, ich habe mich informiert: Zum Käsen braucht man Lab, und das besteht in der Regel aus Kälbermagen – „hallo“ also wieder, du anhängliches Kälbchen. Aber es gibt ja die LPG und damit eine wunderbare Deklaration, ob tierisches oder mikrobiotisches Lab verwendet wurde) und Eier (die sind unbefruchtet, also kein Lebewesen) bleiben erstmal im Kühlschrank. Laut Hausarzt gibt es auch keine Bedenken, solange ich Milchprodukte zu mir nehme. Also wird es in den nächsten Tagen hier mal ein paar Rezeptvorschläge geben, denn die vegetarische Küche bietet viel mehr als Tofuburger und Salat. Heute Abend gibt es Sauerkrautstrudel!!! Ich werde natürlich berichten...
 
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